Pädagogik

Pädagogik

Internationalität und kulturelle Vielfalt

München ist eine Großstadt, mit allem, was dazu gehört. Uns ist deshalb wichtig, die uns anvertrauten Kinder auf ein Leben darin und darüber hinaus optimal vorzubereiten. Offenheit für Neues, Freude an Veränderungen, interkulturelles Interesse und Toleranz sind dafür wichtige Eckpfeiler.

Wir feiern Weihnachten genauso selbstverständlich wie das Zuckerfest, Hanukkah oder Halloween. Im Rahmen unserer Projektarbeit thematisieren wir ferne Länder und Kulturen, probieren fremde Speisen und hören Musik, die für uns nicht alltäglich ist. Auch bei der Auswahl unseres Spielzeugs achten wir auf kulturelle Vielfalt. In der Arbeit mit unseren Familien ist uns wichtig, an deren Kultur anzuknüpfen, ohne sie zu bewerten. Welche Gepflogenheiten und Normen prägen das Familienleben? Welche kulturelle Zugehörigkeit, welche ethischen Grundsätze, welche Werte sind der Familie wichtig? Wir erachten den interkulturellen Austausch als wertvoll und leugnen Unterschiede nicht, sondern schaffen vielmehr einen ergänzenden Ausgleich für jedes Kind.

Das vorbereiten von Kompetenzen ist dabei sehr viel wichtiger als die Vermittlung von Inhalten. Wir können heute nicht abschätzen, mit welchen Kulturen unsere Kinder im Laufe ihres Lebens in Kontakt treten werden oder auf welchen Teil unseres Erdballs es sie verschlagen wird. Wir können aber gemeinsam mit den Familien die Grundlagen für eine weltoffene Persönlichkeit legen.

Bilingualismus

Die Bärchen-Uni verfolgt ein bilinguales Konzept. Englisch und deutsch sollen gleichwertig nebeneinander existieren. Umgesetzt wird das Konzept nach der Immersionsmethode, die ihren Ursprung in der Grundschulpädagogik hat und sich dadurch auszeichnet, dass den Kindern durch die ständige Anwesenheit eines Muttersprachlers ermöglicht wird, ganz in die zweite Sprache „einzutauchen“.

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Klang und Ausprägung der Zweitsprache denen eines Muttersprachlers am ähnlichsten sind, je früher im Leben eine Person Kontakt dazu bekommen hat. Um den ersten Geburtstag herum ist die phonologische Entwicklung eines Kindes bereits weitestgehend abgeschlossen, Sprachproduktion und lexikalische Entwicklung gewinnen dann an Bedeutung. Auch ein „Sprachjargon“, also ein bestimmter Tonfall und Rhythmus, bildet sich bis zum zweiten Geburtstag heraus. Bis zum dritten Lebensjahr nimmt dann der Wortschatz drastisch zu und die Aussprache wird deutlicher. Diese wichtigen Entwicklungsschritte werden in der Bärchen-Uni für die deutsche und die englische Sprache durchlaufen: ein immenser Vorteil im späteren Leben!

Auch wenn bei den Erziehern das Prinzip „Eine-Person-eine-Sprache“ gilt, tolerieren wir bei den Kindern ganz bewusst die Sprachmischung. In einem Satz beide Sprachen zu verwenden, ist bis zum vierten Lebensjahr sehr natürlich und hat keinerlei Auswirkungen auf die spätere Sprachkompetenz in den einzelnen Sprachen. In diesem frühen Stadium der Sprachentwicklung eröffnet es dem Kind die Möglichkeit, sich auch dann zufriedenstellend auszudrücken, wenn es noch nicht alle Wörter in beiden Sprachen kennt.

Ganzheitlichkeit

In der Bärchen-Uni arbeiten wir projektbezogen, d.h. wir vermitteln Inhalte nicht nach einem Schubladensystem angelehnt an die Schulfächer, sondern erarbeiten sie uns gemeinsam mit den Kindern anhand eines Themas. Schwerpunktthemen im Krippenbereich sind z.B. Jahreszeiten und Feste, Alles über mich, Pflanzen und Tiere, Lebensräume oder auch Farben.

Befindet sich unter unseren Kindern ein zukünftiger Mozart, Picasso, Bolt oder Einstein? Wir wissen es nicht. Uns ist wichtig, jedem Kind Raum zu lassen, seine eigenen Interessen zu entwickeln und Talente zu entdecken. Im Krippenbereich ist dazu wichtig, Kindern die Möglichkeit zu geben, vielfältige Erfahrungen zu machen. Unsere pädagogischen Angebote beinhalten stets musische, künstlerische, naturwissenschaftliche und Bewegungsaspekte. Um ein qualitativ hochwertiges Programm anbieten zu können, arbeiten wir dazu auch mit externen Fachkräften zusammen.

Das Ziel von musikalischer Früherziehung ist, das Interesse und die Freude an Klängen, Rhythmen und Bewegungen bei den Kindern zu wecken, z.B. durch Tänze, Spiele, Demonstrationen und – natürlich – Lieder.  

Auch kreativ sein, will gelernt sein! Gerade bei unseren Kleinsten geht es in der künstlerischen Früherziehung nicht darum, ein Abbild von etwas zu schaffen. Vielmehr stehen die Freude am Ausprobieren von Farbe, Werkzeugen und Material im Vordergrund, sowie die schöpferische und sinnliche Erfahrung. Spielerisch und voller Staunen werden so Wahrnehmung, Konzentration und Feinmotorik geschult.

Beim Tanzen und Turnen geht es darum, ein Bewusstsein für den Körper zu entwickeln, die eigenen Grenzen zu erforschen und die eigene Ausdrucksfähigkeit zu stärken. Insbesondere im Alter zwischen zwei und drei Jahren finden wichtige motorische Entwicklungen statt, die wir professionell unterstützen können.

Mathematische und naturwissenschaftliche Grunderfahrungen spielen auch im Krippenbereich bereits eine Rolle. Wer früh den Sinn von Zahlen im Alltag erfasst und zum Beispiel beim Tischdecken hilft, Teller und Besteck abzuzählen und mit Freude dabei zusieht, wie ein Eiswürfel schmilzt, wird sich später davor nicht fürchten, sondern mit Leichtigkeit und Unvoreingenommenheit weiterführende Fragen stellen.

Unser Bild vom Kind

Die Bärchen-Uni arbeitet in Einklang mit ihrem internationalen Ansatz zum Einen nach den Vorgaben der Münchner Rahmenkonzeption für Kinderkrippen und zum Anderen nach den Grundsätzen der weltweit anerkannten International Baccalaureate Organization (IBO).

Unser Ziel ist es, die uns anvertrauten Kinder auf eine aktive Teilhabe am lebenslangen Lernen vorzubereiten. Wichtige Eigenschaften, die wir dazu fördern sind Neugierde, Forscherdrang, Integrität, Kommunikationsfähigkeit, Reflexionsfähigkeit, Mut, Empathie und Aufgeschlossenheit.

Ein Kind wird als kompetenter Säugling geboren und beginnt sogleich, mit seiner Umwelt in Austausch zu treten und sie mit allen Sinnen zu erkunden. Wir sehen jedes Kind als aktives Wesen, welches gefördert, gefordert und geliebt werden will. Die Rahmenbedingungen dafür schaffen wir in unserer Kita.

Jedes Kind ist individuell. Es hat eigene Bedürfnisse, eine eigene Persönlichkeit, spezifische Schwächen und Stärken, Talente. Es ist geprägt durch seine Herkunft, Religion und Sprache und hat ein Recht darauf, gesehen, gehört und geachtet zu werden.

Kinder gestalten unseren Alltag, sie sind Akteure ihrer eigenen und unserer Lebenswelt. Wir verstehen uns als Wegbegleiter. Wir lernen voneinander und sind, wenn notwendig, Vorbild. Wir geben Sicherheit und Geborgenheit und bereiten damit die Grundlage für kindliche Lernprozesse.

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